Über das Wesen des Menschen

Der Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro hat einen Roman über künstliche Intelligenz geschrieben, der vor dem Menschen warnt.

Das menschliche Herz könne man sich vielleicht wie ein Haus mit vielen Räumen vorstellen, sagt Klara. Und in jedem Raum ist ein weiterer Raum. Lauter Räume in Räumen in Räumen. Ist es möglich, alle Räume zu erkunden?

In Kazuo Ishiguros neuem Roman Klara und die Sonne geht es um nicht weniger als um die Frage, ob der Mensch einzigartig ist – und um die Angst davor, er könnte es nicht sein. Die Erzählerin heißt Klara und ist ein menschenähnlicher Roboter, der auf künstlicher Intelligenz basiert. Kann eine solche KF, eine “künstliche Freundin”, das menschliche Wesen in vollem Umfang simulieren? Oder bleibt ein Rest unerschlossen? Die Handlung ist in einer nicht näher definierten Zukunft in den USA angesiedelt. Dort sollen KFs Kindern Gesellschaft leisten. Klaras Kind ist die 14-jährige, schwer kranke Josie. Sie lebt mit ihrer Mutter und einer Haushälterin einsam zwischen Hügeln und weiten Feldern. Nur ein Haus grenzt an das Grundstück der Familie an. Der Nachbarsjunge Rick ist Josies einziger menschlicher Spielgefährte.

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