Über Wohlstand und irrationale Ängste

Die Gegend um Murnau in Bayern ist wunderschön, die Stadt eine Idylle. Und eine Hochburg von Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen.

Der Stoff, aus dem Ängste gemacht sind, ist eine Flüssigkeit aus lebenden Masernviren, Proteinen und Wasser. Abgeschwächte Viren natürlich, sie sollen das Immunsystem ja stärken und nicht krank machen. Diese 0,5 Milliliter, zehnmal soviel würde auf einen Teelöffel passen, trennt die Welten zweier Männer: Der eine ist Ludwig Küstermann. Der Heilpraktiker glaubt, dass kleine Kinder nicht geimpft werden sollten. Der andere, der Kinderarzt Oliver Michael, spricht von einem Kampf gegen Windmühlen, wenn es darum geht, impfmüde Mütter zu überzeugen.

Beide leben und arbeiten in der 13.000-Einwohner-Gemeinde Murnau südlich von München. Die Region um Murnau gehört zu den Gegenden mit den niedrigsten Impfquoten in ganz Deutschland. Es häufen sich Meldungen, die es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. 

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