Über Donald Trumps unzeitgemäße Handelspoltik

Jean-Baptiste Colbert gilt als Erfinder des Merkantilismus. Der Berater von Louis XIV. prägte das wirtschaftliche Denken des Frühkapitalismus. Der Ökonom Peter Spahn erklärt, warum diese Strategie auch in der Ära Trump noch relevant ist und warum Deutschland endlich die Binnennachfrage stärken muss.

Herr Spahn, Jean-Baptiste Colbert gilt als der Begründer des Merkantilismus. Was genau versteckt sich hinter diesem Begriff?
Der Merkantilismus hat zwei unterschiedliche Dimensionen: die eine greift auf Ebene der Binnenwirtschaft, die andere auf der des Außenhandels. Bei der ersten geht es um die staatliche Lenkung der Industrie – durch den Bau königlicher Manufakturen beispielsweise. Man vertraut dem Markt nicht, hilft deshalb nach. Wichtiger für das Verständnis heutiger Phänomene ist aber die zweite Dimension: Der Merkantilismus will Exportüberschüsse erzielen. Das kurbelt nämlich die Beschäftigung an. Dieses Denken ist der keynesianischen Wirtschaftspolitik sehr verwandt.

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