Über Humanität in dunklen Zeiten

Stille Helden: Wolfgang Benz erzählt die Geschichte der Widerstandsgruppe Onkel Emil, die im “Dritten Reich” bis zuletzt nicht aufflog.

In seinen beiden jüngsten Werken hat sich Wolfgang Benz den deutschen Mythos der Schuldunfähigkeit vorgeknöpft – man habe als Einzelner sowieso nichts gegen die Nazis unternehmen können. Schon 2019 hat der Antisemitismusforscher in seinem Buch Im Widerstand gezeigt, in wie vielen verschiedenen Formen es möglich war, sich gegen das Nazi-Regime zu stellen. Und wie divers die Gruppen waren, die das taten, fernab der kanonisierten Helden um Stauffenberg und Weiße Rose.

In seinem neuen Buch Protest und Menschlichkeit geht es nun um die Berliner Gruppe Onkel Emil, die sich um die Journalistin Ruth Andreas-Friedrich bildete. Ein anfangs vollkommen unpolitischer Kreis, im November 1938 schockiert von den brennenden Synagogen. “Wir können den Hitler nicht leiden. Er ist gemein zu unseren Freunden. Aber behalt das für dich”, erklärt Ruth Andreas-Friedrich ihrer dreizehnjährigen Tochter.

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