Abrüstung durch Wettrüsten? Der Nato-Doppelbeschluss im Dezember 1979 entsetzte Millionen, die Friedensbewegung einte Angst vor einer atomaren Apokalypse. Kanzler Helmut Schmidt verlor erst den Rückhalt, dann sein Amt. Foto: Mummelgrummel/ WikiCommons

Am verregneten, windigen Samstagnachmittag des 10. Oktobers 1981 muss Helmut Schmidt geschwant haben, dass seine Kanzlerschaft wackelte. Nur 20 Fußminuten vom Bundeskanzleramt den Rhein hinunter drängten sich im Bonner Hofgarten gut 300.000 Menschen und demonstrierten gegen seine Rüstungspolitik. Der Schriftsteller Heinrich Böll und Martin Luther Kings Witwe Coretta Scott King hielten Reden, ebenso Sozialdemokraten wie Erhard Eppler.

Damit wandte sich eine linke Avantgarde gegen einen Regierungschef, der einer durch linke Traditionen geprägten Arbeiterpartei vorstand. Schmidt hatte die Wirtschafts- und die Ölkrise ebenso überstanden wie den Terror der RAF und die Proteste von Atomkraftgegnern. Den Rückhalt verlor er letztlich durch den Nato-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979.

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Über das Gleichgewicht des Schreckens

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